20. August 2021 - Elektromobilität

Von 0 auf 100 informiert: Elektromobilität

Die Elektromobilität ist zukunftsweisend für die Umwelt, Unternehmen und Privatpersonen. Für Elektrofahrzeuge gibt es lukrative Prämien, die Infrastruktur wird ausgebaut und neue Geschäftsfelder entstehen. Kurz: Die Nachfrage nach Elektromobilität steigt. Studien zufolge soll jeder Vierte bis 2025 in Europa ein Elektrofahrzeug besitzen.

Mit Strom anstelle von Kraftstoff fahren

Wirfst du einen Blick auf die Funktionsweise der Elektrofahrzeuge, wirst du feststellen, dass diese im Wesentlichen aus folgenden Bauteilen bestehen:

  • Hochvoltbatterie
  • Elektromotor
  • Leistungselektronik
  • und Ladeanschluss

Im Vergleich zu kraftstoffbetriebenen Fahrzeugen werden in Elektroautos deutlich weniger Teile verbaut. Ein großer Pluspunkt, denn Verschleiß spielt bei Elektrofahrzeugen kaum eine Rolle. Aufwendige Inspektionen und Wartungen entfallen weitgehend.

Eine wichtige Rolle spielt die sogenannte Leistungselektronik. Diese stellt dem Elektromotor je nach Fahrsituation die elektrische Energie in passender Form bereit. Beim Beschleunigen entnimmt die Leistungselektronik Energie aus der Batterie und treibt damit den Elektromotor an. Dieser treibt wiederum ohne konventionelles Schalt- oder Automatikgetriebe, lediglich über ein einstufiges Reduktionsgetriebe die Antriebsräder an.

Beim Bremsvorgang wird das Ganze umgekehrt. Der Elektromotor übernimmt die Aufgabe eines Generators und wandelt Bewegungsenergie in elektrische Energie, sprich die Bremsenergie in Strom, welche über die Leistungselektronik wieder in die Batterie fließt. Diese wird somit beim Bremsen wieder aufgeladen.

Die Batterie wird aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts üblicherweise im Fahrzeugboden verbaut. Der Elektromotor ist im Vergleich zu einem Verbrenner deutlich kleiner und wird bei reinen Elektroautos zunehmend an der Hinterachse verbaut. Durch diese Konstellation wird eine bessere Traktion beim Beschleunigen erreicht. Zudem ermöglicht dies neue Fahrzeugkonzepte in Bezug auf die Innenraumgestaltung und die Platzverhältnisse. Ergänzend kann an der Vorderachse ein zweiter Motor für die Realisierung eines Allradantriebs verbaut werden.

 

Blick in die Zukunft

Kein Ausstoß von Treibhausgasen, kaum Verschleiß, geringe Betriebskosten, Prämien und eine Vielfalt an neuen Modellen: Neben den steigenden Ölpreisen spricht vieles für E-Autos. Zudem kannst du helfen, den Verkehrslärm durch die leisen Fahrzeuge zu reduzieren.  Wenn du gerne beschleunigst, wirst du begeistert sein: Selbst handelsübliche Elektroautos erlauben Beschleunigungen, die sonst nur in deutlich teureren Sportwagen möglich sind. Dabei ist der Umstieg ein kontinuierlicher Prozess: Mehr Reichweite und ein umweltfreundlicher Herstellungs- und Recyclingprozess sind die neuen Herausforderungen für die Weiterentwicklung der E-Mobilität. Zur Infrastruktur tragen wir in Bad Säckingen mit 28 Ladepunkten an sechs Standorten (Stand: 1. März 2021) bei. An diesen lädst du 100 % Ökostrom. Deutschlandweit gibt es derzeit 35 000 Normalladepunkte und 5 700 Schnellladepunkte. Bis zum Jahr 2030 sollen eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Dem gegenüber stehen derzeit etwa 15 000 konventionelle Tankstellen. Diese verfügen zwar über eine größere Zahl an Zapfsäulen und der Tankvorgang ist kürzer, doch langfristig steht dem Ausbau der Ladeinfrastruktur Nichts im Wege.

 

Innovative Antriebskonzepte

Mit einem Benziner verursachst du im Laufe des Autolebens (im Schnitt ca. 225 000 gefahrenen km) über 40 Tonnen CO₂. Mit einem Plug-In-Hybrid mit knapp 30 Tonnen CO₂-Ausstoß fährst du dahingehend klimafreundlicher. Elektrofahrzeuge sind ganz klar an der Spitze: Nur 10-15 Tonnen CO₂ gehen auf die Kosten eines reinen Stromers.

 

Die gängigsten Antriebskonzepte:

  • Konventionelle Hybride (HEV) besitzen einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Die Batterie für den Elektromotor, wird hier ausschließlich beim Bremsen aufgeladen.
  • In einem Plug-in-Hybriden (PHEV) wird ebenfalls ein Verbrennungsmotor und ein Elektromotor verbaut. Die Batterie für den Elektromotor wird auch hier beim Bremsen aufgeladen, kannst du aber auch an einer Wallbox/Steckdose extern aufladen.
  • Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV), also reine Stromer, kommen komplett ohne Kraftstoff aus.
  • Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge/Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) fahren elektrisch. Die Energie für den Antrieb wird hier während der Fahrt mit Hilfe einer Brennstoffzelle aus Wasserstoff und Sauerstoff gewonnen. Sie kommen Stromern in der CO₂-Bilanz am nächsten. Aufgrund der schlechten Wirkungsgrade kannst du mit ihnen jedoch in Sachen Effizienz nicht mit batteriebetriebenen Fahrzeugen mithalten.
  • Erdgas-Fahrzeuge sind im Prinzip normale Verbrenner, die durch Compressed Natural Gas (CNG), einem Naturgas aus Methan, angetrieben werden.
  • Autogas-Fahrzeuge sind ähnlich wie CNG-Fahrzeuge normale Verbrenner, die mit Liquid Petroleum Gas (LPG), einem Nebenprodukt in der Erdölverarbeitung, betrieben werden.

 

Förderung von Elektromobilität

Neben den bereits erwähnten Vorteilen sind Eigentümer von Elektrofahrzeugen zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit und erhalten für Elektrofahrzeuge Förderungen, wie den aktuellen Umweltbonus mit der Innovationsprämie. Auch die Errichtung von Ladestationen sind förderfähig.

 

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Schulhausstraße 40
79713 Bad Säckingen
Tel.: +49 7761 5502-821
E-Mail: vertrieb@no-spamsws-energie.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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