5. August 2021 - Solarpioniere

Marktinfo für Solarpioniere mit Ü20-Anlagen

Zum 1. Januar 2021 sind die ersten Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlage) aus Ihrer Förderung gefallen. Der Gesetzgeber hatte mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) das Förderende nach 20 Jahren festgelegt zuzüglich des Jahrs, in dem die Inbetriebnahme erfolgte. Damit konnten Anlagenbetreiber über 20 Jahre mit stabilen Einnahmen rechnen. Solarpioniere hatten ihre Anlage bereits im Jahr 2000 gebaut, sodass deren Förderung nun endete. Doch auch nach 20 Jahren kann eine PV-Anlage Strom produzieren.

Als Betreiber einer PV-Anlage erhälst du in der Regel eine Einspeisevergütung für den ins Stromnetz eingespeisten Solarstrom. Zum Weiterbetrieb von Ü20-Anlagen wurde eine Einspeisevergütung festgelegt. Zusätzlich wurde die sogenannte Kleinanlagenregelung zur EEG-Umlage erweitert. So besteht auch die ursprüngliche Regelung nicht mehr, dass Voraussetzung für diese Modelle eine kostenintensive Registrierende Leistungsmessung ist.

Wie du nun vorgehen kannst:

  • Variante 1 - Volleinspeisung an Netzbetreiber: Dabei erhälst du als PV-Anlagen-Betreiber für das Jahr 2021 von uns als Netzbetreiber eine Einspeisevergütung. Diese wird anhand der Preise an der Strombörse ermittelt. Der sogenannte Jahresmarktwert beläuft sich aktuell auf 2 bis 4 Cent / kWh. Abgezogen wird eine Vermarktungspauschale von 0,4 Cent*.
  • Variante 2 - Überschusseinspeisung an Netzbetreiber: Jeder PV-Anlagen-Betreiber kann nun seinen Strom vom eigenen Dach selbst nutzen und den Überschuss zum Marktwert unkompliziert ins Netz einspeisen. Damit musst du selbst weniger Strom kaufen. Hinzukommt, dass man bei Strom aus PV-Anlagen bis 30 KW installierter Leistung keine EEG-Umlage mehr zahlen muss. Bei dieser Variante erhältst du für den eingespeisten Strom eine Einspeisevergütung.
    Wichtig: Zur Umstellung von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung sollte der Anlagenbetreiber einen Elektrofachbetrieb einbinden. Dieser kann die Stromzähleranlage umrüsten und meldet den Umbau bei uns an. Durch die Umstellung wird in der Regel ein Zählerwechsel erforderlich. Gegebenenfalls kann auch eine Modernisierung der Zähleranlage notwendig sein.
  • Variante 3 - Einspeisung an Lieferanten/Vermarkter: Einige Stromlieferanten oder Vermarkter bieten spezielle Tarife für eingespeisten Erneuerbare Energien-Strom (EE-Strom) an. In der Regel wird die Volleinspeisung belassen, unter Umständen ist der Einbau neuer Stromzähler erforderlich.

Alle Möglichkeiten nach Förderende auf einen Blick

Mit der Entscheidung, erneuerbare Energie selbst zu produzieren und ins Stromnetz einzuspeisen, haben Solaranlagenbetreiber frühzeitig ein Zeichen für Ökologie und Nachhaltigkeit gesetzt. Gerne stehen wir dir unter Tel.: +49 7761 5502-822 beratend zur Seite, wie du deine Anlage auch in Zukunft weiterbetreiben kannst.

* Gilt für Anlagen bis 100 KW.

 

Alles auf einen Blick:

Volleinspeisung:

  • Weiterbetrieb möglich
  • Automatische Zuordnung zur Anschlussförderung
 

Eigenverbrauch:

  • Umstellung auf Eigenverbrauch (bei bisheriger Volleinspeisung)
  • Der Strom wird bevorzugt selbst verbraucht
  • Überschüssiger Strom wird ins Stromnetz eingespeist
 

Direktbelieferung:

  • Belieferung an Dritte
  • Unmittelbarer räumlicher Zusammenhang
  • Keine Nutzung des öffentlichen Stromnetzes für die Direktbelieferung
 

Sonstige Direktvermarktung:

  • Einspeisung über das öffentliche Netz
  • Vermarktung an Dritte / Strombörse, beispielsweise an uns
 

 

 

Du möchtest mehr erfahren?

Melde dich gerne bei uns:

Deine Stadtwerke Bad Säckingen
Schulhausstraße 40
79713 Bad Säckingen
Tel.: +49 7761 5502-822
E-Mail: energieberatung@sws-energie.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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